Wilds die respinnen, Wilds die wandern, Wilds die kleben. Wildies von Pragmatic Play macht seinem Namen alle Ehre und packt drei Wild-Varianten in einen Slot. Der Wildies RTP liegt bei 96,01% und der Max Win bei 7.500x auf einem 5x4 Grid mit 25 Paylines. Progressive Multiplikatoren bis x10 im Basegame und Sticky Walking Wilds in den Wildies Free Spins mit wachsender Wild-Anzahl sorgen für ein Wild-zentriertes Spielerlebnis.
6.5 / 10Pragmatic Play · Jun 2024Was passiert wenn Pragmatic Play einen Slot komplett um Wilds herum baut? Wildies ist die Antwort. Jeder Aspekt dreht sich um Wild-Symbole: Im Basegame triggern sie Respins mit steigenden Multiplikatoren. In den Freispielen werden sie sticky und wandern über das Grid. Auch Wolf Gold 4 Pack setzt intensiv auf Wild-Mechaniken in Kombination mit einem Klassiker-Konzept.
Das Konzept funktioniert.
360 Spins bei 0,40 Euro haben mir gezeigt: Wildies setzt sein Wild-Thema konsequent um, aber die Umsetzung bleibt hinter den Möglichkeiten zurück. Zu viele Respin-Runs enden nach einem einzigen Wild. Das System verspricht mehr als es liefert, zumindest in der Mehrheit der Sessions.
Das süße Theme wirkt wie ein Gegenentwurf zu den düsteren Slots im Pragmatic-Portfolio. Bunte Bonbons, lächelnde Wilds, ein pastellfarbener Hintergrund. Das 5x4 Grid mit 25 Paylines ist kompakt und übersichtlich, ähnlich wie bei Wisdom of Athena 1000. Die Wilds nehmen zwei Positionen ein, entweder horizontal oder vertikal. Das macht sie sofort sichtbar und relevant für Gewinnkombinationen auf mehreren Linien gleichzeitig.
Jeder landende Wild im Basegame triggert einen Respin. Der Wild bleibt stehen, die restlichen Walzen drehen sich neu. Wenn im Respin ein weiterer Wild landet, bleibt auch dieser stehen und der nächste Respin folgt. Das kann bis zu fünf Wilds gehen, dann ist Schluss.
Der Clou sind die progressiven Multiplikatoren. Der erste Wild hat keinen Multiplikator. Der zweite trägt x2, der dritte x3, der vierte x5, der fünfte x10. Die Multiplikatoren werden addiert wenn mehrere Wilds Teil derselben Gewinnlinie sind. Zwei Wilds mit x2 und x3 in einer Linie bedeuten x5 auf diese Kombination.
In meiner Session hatte ich 47 Wild Respins. Die Verteilung: 31 endeten nach einem Respin, 11 brachten einen zweiten Wild, 4 einen dritten, 1 einen vierten. Fünf Wilds hatte ich nicht.
Der beste Respin-Run brachte vier Wilds mit einem kombinierten Multiplikator auf der profitabelsten Linie und einen Return von 85x. Das war einer der Momente die zeigen was Wildies kann. Der Aufbau über mehrere Respins erzeugt echte Spannung weil jeder neue Wild den Multiplikator hochzieht.
Allerdings: Die meisten Respin-Runs enden nach dem ersten Wild ohne nennenswerten Gewinn. Die Chance auf einen zweiten Wild im Respin fühlt sich niedrig an. Gefühlt jeder dritte bis vierte Respin-Run bringt Verlängerung.
Das bedeutet viele kurze, unprofitable Sequenzen bevor ein längerer Run die Balance aufbessert. Die kurzen Runs zahlen meistens unter 3x aus, verlorene Zeit. Erst der zweite oder dritte Wild rechtfertigt das Feature. Passierte in weniger als einem Drittel meiner Runs.
Drei bis fünf Scatter triggern 6 Freispiele. Die Trigger-Frequenz liegt bei 1 in 211 Spins, solide für einen Pragmatic-Slot. In meiner Session hatte ich zwei natürliche Trigger bei Spin 145 und 320.
Im Bonus werden alle Wilds sticky. Sie bleiben auf dem Grid und bewegen sich pro Spin auf eine neue zufällige Position. Weil die Wilds zwei Positionen einnehmen, füllen sie das Grid schneller als normale 1x1 Wilds. Jeder dritte gesammelte Wild aktiviert einen Bonus: Ein zusätzlicher Wild wird garantiert auf den nächsten Spin platziert und drei Extra-Spins werden vergeben.
Das Progressionssystem ist der interessanteste Aspekt der Freispiele. Du startest mit wenigen Wilds und baust über die Sammelmechanik immer mehr auf. Mein erster Trigger startete mit 2 Wilds und endete nach 9 Spins mit 5 Wilds auf dem Grid. Return: 34x.
Mein zweiter Trigger war besser: 3 Start-Wilds, am Ende 7 Wilds und 12 Spins. Return: 127x. Die Progression macht jeden Bonus anders und erzeugt das Gefühl von echtem Aufbau statt reinem Glücksspiel.
Was mir bei den Freispielen nicht gefällt: Die Walking Wilds bewegen sich zufällig. Manchmal clustern sie sich an einem Ende des Grids. Manchmal verteilen sie sich perfekt über alle Walzen.
Diese Zufälligkeit kann frustrierend sein wenn man zusieht wie vier Wilds auf den Walzen 4 und 5 sitzen während auf Walze 1 bis 3 nichts passiert. Das Problem wird durch die 25 festen Paylines verstärkt: Wilds die nicht auf aktiven Gewinnlinien liegen, bringen nichts. Bei einem Ways-System wäre jede Position relevant. Hier zählt nur die Linie.
Die Wilds bei Wildies nehmen zwei Positionen ein statt einer. Horizontal oder vertikal, zufällig bestimmt. Das hat Vor- und Nachteile. Vorteil: Ein Wild deckt mehr Paylines ab und hat eine höhere Chance Teil einer Gewinnkombination zu sein. Nachteil: Zwei Positionen auf einem 5x4 Grid sind 10% der gesamten Spielfläche. Bei fünf Wilds im Bonus sind 50% des Grids belegt.
Die Oversized-Mechanik erzeugt interessante visuelle Momente. Wenn drei Walking Wilds nebeneinander stehen und jeweils zwei Positionen einnehmen, ist ein ganzer Grid-Bereich von Wilds dominiert. Die High-Pay-Symbole müssen dann nur noch an den richtigen Positionen landen.
In meinem 127x Trigger hatte ich exakt diese Situation: Drei Exemplare nebeneinander auf den Walzen 2, 3 und 4, zwei davon vertikal ausgerichtet. Das ist der Idealfall, und er ist selten.
Selten, aber machbar.
Ein Detail das mir erst nach mehreren Triggern aufgefallen ist: Die Walking Wilds können beim Wandern ihre Ausrichtung wechseln. Ein horizontaler Wild kann im nächsten Spin vertikal positioniert sein. Das ändert welche Paylines er abdeckt und sorgt dafür dass keine zwei Bonus-Spins identisch verlaufen. Die Variation im Bonus ist dadurch überraschend hoch, auch wenn die Grundmechanik relativ simpel bleibt.
| Feature Buy | Preis | Was du bekommst | RTP |
|---|---|---|---|
| Free Spins Buy | 80x | Direkter Zugang zu den Freispielen | 96.01% |
Der Feature Buy kostet 80x den Einsatz. Das ist für einen Pragmatic-Slot im mittleren Bereich. Meine Buy-Bilanz über zwei Käufe: 34x und 127x. Durchschnitt 80,5x, also fast genau der Kaufpreis. Eine größere Stichprobe bräuchte ich für eine fundierte Aussage. Die fehlende Buy-Varianz (nur eine Option) macht die Entscheidung einfach: Kaufen oder nicht.
Im Vergleich zu Sweet Bonanza mit dem 100x Buy ist der 80x Preis bei Wildies moderat. Allerdings liegt der Max Win mit 7.500x auch deutlich unter dem was Sweet Bonanza bieten kann. Die Risk-Reward-Balance ist hier konservativer, was zum moderaten Charakter des Slots passt.
Das süße Theme funktioniert optisch. Die Farben sind freundlich ohne aufdringlich zu sein. Die Wild-Symbole haben Persönlichkeit, kleine Kreaturen die über das Grid wandern und beim Landen animiert werden. Im Vergleich zu anderen Pragmatic-Titeln wirkt die Präsentation sorgfältiger, fast liebevoller. Das fällt positiv auf.
Pragmatic hat sich hier visuell Mühe gegeben. Der Sound ist unauffällig, nach dem letzten Bonus hatte ich ihn noch an, was schon was sagt.
Die Symbolgestaltung ist klar hierarchisch: Bonbons und Lutscher als Low Pays in verschiedenen Farben, die Wildies-Kreaturen als High Pays mit deutlich höheren Werten. Das stärkste Symbol zahlt bei einer Fünfer-Kombi das Achtfache des schwächsten. Eine moderate Spreizung die zur mittleren Gewinnverteilung passt.
Mein Problem mit dem Design ist ein inhaltliches: Das süße Theme und die hohe Volatilität passen nicht zusammen. Wer Bonbon-Ästhetik sieht, erwartet einen lockeren Slot mit vielen kleinen Gewinnen. Was man bekommt ist ein Slot der lange Dürrephasen hat und seine Gewinne in wenigen Momenten konzentriert.
Das kann zu Frustration führen bei Spielern die vom Theme einen anderen Slot erwarten. Die Diskrepanz zwischen Optik und Mathematik ist nicht einzigartig bei Pragmatic Play, aber bei Wildies besonders auffällig. Das Theme suggeriert Leichtigkeit, die Volatilität liefert Spannung. Beides zusammen ist ein Kontrast der manche Spieler anspricht und andere abschreckt.

Hohe Volatilität bei 16,10% Hit Frequency. Jeder sechste Spin zahlt aus, aber die meisten Auszahlungen sind klein. Mein Basegame-Return über 360 Spins: 0,34x pro Spin ohne Bonus-Gewinne. Die Balance fiel in den ersten 150 Spins von 144 Euro auf 93 Euro. Erst die beiden Bonus-Trigger brachten Erholung auf 136 Euro Endstand.
Für eine Session bei 0,40 Euro würde ich 130 Euro einplanen. Die Trigger-Frequenz von 1 in 211 Spins ist vergleichsweise erträglich. Zwei Trigger in 360 Spins passt zur Statistik. Wer zwischen den Triggern die Respin-Runs genießt, hat auch im Basegame unterhaltende Momente. Bei Gates of Olympus gibt es mehr Basegame-Action, aber auch eine brutalere Volatilität.
Wildies ist ein netter Slot der sein Konzept konsequent umsetzt. Wild Respins im Basegame mit progressiven Multiplikatoren und Sticky Walking Wilds im Bonus, alles dreht sich um Wilds. Das Problem: Die Idee ist stärker als die Umsetzung. Die Respin-Runs enden zu oft nach einem Wild ohne nennenswerten Gewinn. Die Walking Wilds im Bonus bewegen sich zu zufällig und clustern an unvorteilhaften Positionen. Der Max Win von 7.500x ist für einen High-Vola-Slot bescheiden, Gates of Olympus bietet das Fünffache bei ähnlichem Einsatz. Wer ein sauber durchdachtes Wild-Konzept sucht das auch beim Ceiling liefert, findet anderswo deutlich mehr.
6,5 Punkte.
Ein fairer Wert für einen Slot der sein Konzept solide umsetzt ohne es auf ein neues Level zu heben. Das süße Theme, die solide Trigger-Frequenz und der moderate Buy-Preis machen ihn zu einem brauchbaren Zwischendurch-Slot.
Für ernsthafte Sessions gibt es im Pragmatic-Portfolio bessere Optionen. Sweet Bonanza 1000 bietet ähnlich bunte Ästhetik mit deutlich mehr Punch und einem Multiplikator-System das tiefer greift.