49 Felder, drei Raketen-Typen, ein UFO. Rocket Reels gehört zu Hacksaw Gamings frühen Titeln und ist gleichzeitig einer der am besten gealterten. Das 7x7 Cluster-Grid gibt dem Spielautomaten mehr Spielfläche als die meisten Konkurrenten. Dazu Cascading Wins und Raketen die Multiplikatoren von 1x bis 75x auf dem Feld hinterlassen. 10.000x Max Win bei 96,30% RTP. In diesem Rocket Reels Erfahrungsbericht erkläre ich die drei Raketen-Stufen, warum das UFO-Feature mehr ist als ein Gimmick, und ob der 129x Bonus Buy den Preis wert ist.
7.0 / 10Hacksaw Gaming · Sep 20213.200x in Spin 47. Drei Lila-Raketen auf dem Grid, jede mit einem Multiplikator zwischen 25x und 50x. Ein großer Cluster aus neun Premium-Symbolen trifft zwei der Multiplikator-Felder. Die Cascade räumt ab, neue Symbole fallen, der nächste Cluster bildet sich über dem dritten Multiplikator. Rocket Reels zeigt in solchen Momenten warum ein 7x7 Grid mehr kann als jedes 5x3 Layout.
Hacksaw Gaming hat Rocket Reels im September 2021 veröffentlicht. Damals war das Studio noch in der Findungsphase. Seitdem kamen Dutzende Releases, von Wanted Dead or a Wild bis Le Bandit. Und trotzdem halte ich Rocket Reels für einen der durchdachtesten Slots im Katalog. Das Zusammenspiel von Raketen, Multiplikatoren und UFO-Feature auf 49 Feldern erzeugt ein Spielgefühl das kein anderer Hacksaw-Slot repliziert hat.
Cyan-Raketen tragen Multiplikatoren von 1x bis 5x. Orange-Raketen liegen bei 10x bis 20x. Lila-Raketen, die seltensten, vergeben 25x bis 75x. Im Basegame müssen drei Raketen gleichzeitig im Spielfeld landen um zu starten. Sie fliegen über das Spielfeld und hinterlassen ihre Multiplikatoren auf zufälligen Positionen. Jeder Cluster der über eine Multiplikator-Position trifft, wird mit dem Wert multipliziert.
Über 500 Spins bei 0,40 Euro getestet: Raketen triggerten im Basegame etwa alle 30 bis 40 Spins. Die Mehrzahl waren Cyan-Dreier mit kleinen Multiplikatoren. Mein bester Basegame-Hit: Zwei Orange und eine Lila gleichzeitig. 15x, 10x und 35x verteilt auf dem Spielfeld. Ein Cluster aus sieben Symbolen traf die 35x Position: 189x in einem Spin. Solche Momente sind selten aber sie zeigen das Potenzial.
Der Unterschied zwischen Cyan und Lila ist krass. Drei Cyan mit je 2x kommen kaum über 15x total. Drei Lila mit je 40x: über 1.000x sind drin. Die Raketen-Hierarchie ist das zentrale Spannungselement und ich ertappe mich jedes Mal dabei wie ich die Farben checke bevor der Launch beginnt.
Eine Beobachtung die mir nach mehreren Hundert Spins aufgefallen ist: Die Multiplikator-Positionen sind nicht gleichmäßig verteilt. Die Raketen tendieren dazu ihre Multiplikatoren in der oberen Hälfte des 7x7 Grids zu platzieren.
Das hat einen praktischen Effekt: Cascading Wins treffen die Multiplikator-Felder häufiger als bei gleichmäßiger Verteilung. In meinem 189x Hit lagen alle drei Multiplikatoren in den oberen vier Reihen. Die nachfallenden Symbole bildeten neue Cluster genau über diesen Positionen. Ob das Design oder Zufall ist, kann ich nicht belegen. Die Platzierung fühlt sich aber konsistent an.
Das UFO erscheint in Spins wo Raketen gestartet sind. Es schwebt über das Grid und entfernt mindestens 20 Symbole. Die Lücken werden durch neue Symbole gefüllt, Cascading Wins eben. Das UFO bricht bestehende Cluster auf und erzwingt neue Konstellationen. Manchmal zerstört es einen guten Cluster. Meistens öffnet es das Grid für bessere Kombinationen.
780x aus einem Cascade nach UFO-Räumung. Ohne es: vielleicht 40x.
Meine Beobachtung nach dem dritten Bonus: Das UFO entfernt bevorzugt Low-Pay-Symbole. In meinen Beobachtungen bestanden die entfernten Symbolgruppen zu etwa 70% aus niedrigwertigen Symbolen. Nach dem Sweep liegt ein höherer Anteil an Premium-Symbolen auf den verbleibenden Positionen.
Die nachfallenden Symbole sind zufällig, aber das bereinigte Grid hat eine bessere Ausgangslage für wertvolle Cluster. In meinem 780x Hit hatte das UFO 16 Low-Pay und 8 High-Pay Symbole entfernt. Danach war die Premium-Dichte deutlich höher als normal.
8 Freispiele mit einer simplen Regel: Jede einzelne Rakete die erscheint startet sofort. Kein Warten auf drei gleichzeitige Landungen. Das ändert die gesamte Dynamik. Im Basegame sind Raketen-Events selten. Im Bonus feuern sie praktisch jeden zweiten Spin.
Drei organische Bonus-Trigger. Eine einzige Session hat alles entschieden.
Meine drei organischen Bonus-Trigger brachten 210x, 67x und 1.420x. Die Varianz ist massiv. Der 1.420x Hit entstand durch drei Lila-Raketen in den letzten vier Spins die das Grid mit Multiplikatoren von 30x, 45x und 55x gepflastert haben. Die vorherigen Spins waren durchschnittlich. Es zeigt sich: Rocket Reels lebt von den letzten Spins im Bonus wo die Multiplikator-Dichte am höchsten ist. Ähnlich wie bei Stormforged entscheiden die finalen Spins über den Ausgang der gesamten Runde.
Die 8 Freispiele im Bonus teilen sich in zwei Phasen. Spin 1 bis 4 sind die Aufbauphase: Einzelne Raketen starten, platzieren Multiplikatoren, die Cluster treffen gelegentlich einen davon. Der Return in diesen Spins lag bei meinen Triggern zwischen 15x und 40x gesamt.
Ab Spin 5 kippt die Dynamik. Die Multiplikator-Felder der ersten Phase stehen noch auf dem Grid und neue Raketen kommen dazu. In meinem 1.420x Trigger standen nach Spin 4 bereits fünf Multiplikatoren verteilt auf dem Spielfeld. Spin 5 bis 8 lieferten zusammen 1.340x der insgesamt 1.420x. Der Ertrag kommt fast komplett aus der zweiten Hälfte.
| Feature Buy | Preis | Was du bekommst | RTP |
|---|---|---|---|
| Free Spins | 129x | 8 Freispiele mit sofortigem Raketen-Start | 96,34% |
129x für 8 Freispiele bei 96,34% RTP. Im Vergleich zu anderen Hacksaw-Buys ist das ein fairer Preis. Mein Durchschnitt über vier Buys lag bei 112x Return, also knapp negativ. Der beste Buy brachte 340x, der schlechteste 23x. Das Verhältnis Buy-Preis zu Max Win liegt bei 1:77 was im Hacksaw-Durchschnitt liegt.
Meine Empfehlung: Der Buy lohnt sich für Spieler die Rocket Reels kennen und die Raketen-Mechanik im Bonus erleben wollen ohne 200 Spins im Basegame zu warten. Für Neulinge empfehle ich erstmal organisch zu spielen um die Mechanik zu verstehen. Die Raketen-Hierarchie und das UFO-Feature erschließen sich erst nach einigen Bonus-Runden vollständig.
Ein Punkt den ich bei vier Buys beobachtet habe: Die Raketen-Farb-Verteilung im Buy scheint identisch zum organischen Trigger. Kein garantiertes Lila, kein erhöhter Orange-Anteil. In meinem schlechtesten Buy bei 23x sah ich in 8 Spins ausschließlich Cyan-Raketen mit Multiplikatoren von 1x bis 4x.
Selbst mit der sofortigen Startmechanik frisst Cyan-only die Bankroll ohne Gegenwert. Der Buy ist eine Wette auf mindestens eine Orange- oder Lila-Rakete in 8 Spins. Diese Wette verliere ich in einem von vier Versuchen. Mies.
Rocket Reels sieht aus wie ein Arcade-Spiel aus den Achtzigern das jemand in HD remastert hat. Pixelige Raketen, Neon-Farben, ein Sternenhimmel im Hintergrund der langsam scrollt. Das 7x7 Grid füllt den Bildschirm fast komplett aus und lässt wenig Platz für Dekoration. Das ist Absicht: Alle Aufmerksamkeit gehört dem Spielfeld.

Die Raketen-Animationen sind der visuelle Höhepunkt. Wenn eine Lila-Rakete über das Grid fliegt und ihren 50x Multiplikator hinterlässt, bleibt der Wert als leuchtende Zahl auf dem Feld stehen. Ich sehe sofort wo die wertvollen Positionen liegen und fiebere bei jeder Cascade mit ob ein Cluster diese Felder trifft. Das UFO schwebt mit einem subtilen Brumm-Sound über das Grid. Hacksaw hat 2021 schon verstanden wie man audiovisuelles Feedback mit Mechanik verknüpft.
Extreme Volatilität auf einem 7x7 Grid fühlt sich anders an als auf einem 5x3. Das Grid gibt mehr Platz für Cluster und die Cascades laufen länger. Trotzdem: Zwischen den Raketen-Events passiert wenig. 500 Spins bei 0,40 Euro: Endstand 91% Return. Ohne den 1.420x Bonus-Hit wäre ich bei unter 50% gelandet. Ein einziger Spin hat meine Session gerettet. Das ist extreme Volatilität in Reinform.
Bankroll-Empfehlung: 200 Euro bei 0,40 Euro Einsatz für 500 Spins. Der 129x Buy kostet bei diesem Einsatz knapp 52 Euro pro Versuch. Drei Buys fressen 156 Euro, das muss die Bankroll hergeben. Wer organisch spielt braucht Geduld: Mein Bonus-Trigger-Abstand lag bei 130 bis 200 Spins. Das sind 52 bis 80 Euro Wartezeit zwischen den Bonusrunden.
Ein Vorteil des 7x7 Grids für die Bankroll: Die regulären Cluster-Gewinne ohne Raketen sind häufiger als bei kleineren Grids. 49 Positionen bieten mehr Möglichkeiten für Cluster ab 5 Symbolen. In meiner Session lagen die durchschnittlichen Basegame-Cluster bei 0,3x bis 0,8x pro Gewinn.
Wenig pro Einzeltreffer, aber in der Summe halten sie die Bankroll stabiler als bei einem 5x5 oder 6x5 Cluster-Slot. Zwischen Spin 200 und 350 hatte ich keinen einzigen Raketen-Trigger, verlor aber dank der regulären Cluster-Gewinne nur 22% meiner Bankroll. Das 7x7 Grid ist ein unsichtbarer Stabilisator.
Rocket Reels ist ein Slot der seine Stärke aus Einfachheit zieht. Drei Raketen-Typen, ein UFO, ein 7x7 Grid. Keine überkomplexe Mechanik, kein Feature-Overload. Die Raketen-Hierarchie erzeugt natürliche Spannung und das UFO-Feature gibt jeder Runde einen unberechenbaren Twist. Der 96,30% RTP ist fair, das 10.000x Max Win realistisch über Lila-Raketen erreichbar.
Der Slot altert besser als viele neuere Hacksaw-Titel weil die Kernmechanik zeitlos ist. Was fehlt für einen höheren Score: Ein zweiter Bonus-Modus oder eine Eskalationsmechanik innerhalb der Freispiele. 8 Spins mit identischer Raketen-Frequenz wirken nach dem dritten Trigger vorhersehbar. Bei Chaos Crew 2 gibt es eine Steigerung innerhalb des Bonus die mir bei Rocket Reels fehlt. Trotzdem: Wer Cluster Pays auf großem Grid mit klarer Multiplikator-Hierarchie schätzt, kommt an Rocket Reels nicht vorbei.