Eine Biker-Gang aus Tieren auf einem 5x4 Grid. Outlaws Inc von Hacksaw Gaming baut alles um einen dreistufigen Global Multiplier: Der Cougar füllt ihn mit Werten bis 100x, der Orc potenziert ihn mit bis zu 20x, der Gorilla wendet den Multiplikator auf Gewinne an. Der Outlaws Inc RTP liegt bei 96,23%, der Max Win bei 10.000x. Nur 3-5 Freispiele pro Trigger, aber der persistente Multiplikator macht jede einzelne wertvoll.
7.0 / 10Hacksaw Gaming · Oktober 20233.200x in Spin 47. So endete meine erste ernsthafte Session mit Outlaws Inc. Der Global Multiplier stand auf 280x nach zwei Orc-Hits im Bonus, und der Gorilla wendete ihn auf einen 11,4x Line-Gewinn an. Drei Freispiele. Nicht zehn, nicht zwanzig. Drei. Und trotzdem einer der größten Hits die ich in einem Hacksaw-Slot gelandet habe.
Drei Spins. Das wars.
Outlaws Inc ist ein Slot der mit Erwartungen spielt. Die niedrige Freispielanzahl wirkt auf den ersten Blick enttäuschend. Drei Scatter für drei Spins? Das klingt nach einem Witz. Ist es aber nicht. Der Global Multiplier resettet nicht zwischen den Spins. Er wächst. Und wächst. Und am Ende reichen drei Spins um vierstellige Multiplikatoren zu produzieren. Das Prinzip ist simpel: Weniger Spins, aber jeder einzelne zählt mehr. Kein Leerlauf, keine Füller-Spins die nur den Countdown runterzählen.
Das Biker-Gang-Setting mit antropomorphen Tieren setzt den Ton. Hier geht es nicht um Mystik oder Fantasy sondern um Lederjacken, Motorräder und die Straße. Wer Tiere im Action-Setting mag, findet bei Jaws of Justice einen ähnlichen Ansatz. Wer mehr Crime-Action sucht, findet sie bei Miami Mayhem. Die fünf Walzen und vier Reihen wirken auf den ersten Blick unspektakulär. 26 Paylines sind für ein 5x4 Grid eher großzügig. Die regulären Symbole, verschiedene Tier-Porträts plus Kartenwerte, spielen im Grunde nur die Nebenrolle. Das Hauptgeschehen findet auf der Multiplikator-Leiste über dem Grid statt.
Drei Tiere, drei Rollen. Der Cougar ist der Füller. Landet er auf dem Grid, addiert er einen Wert zwischen 2x und 100x zum Global Multiplier. In meinen 300 Spins lag der Cougar-Wert meistens zwischen 2x und 15x. Werte über 30x sah ich dreimal im gesamten Test. Die 100x-Marke habe ich nicht erreicht.
Der Orc ist der Multiplikator des Multiplikators. Er nimmt den aktuellen Global Multiplier und multipliziert ihn mit einem Wert zwischen 2x und 20x. Ein Global Multiplier von 15x wird durch einen 5x Orc zu 75x. Durch einen 10x Orc zu 150x. Hier passieren die exponentiellen Sprünge die den Slot so volatil machen. Ein einziger Orc-Hit kann den Unterschied zwischen 50x und 500x Return ausmachen.
Der Gorilla wendet den Global Multiplier auf den Gewinn des aktuellen Spins an. Ohne Gorilla ist der Multiplikator nur eine Zahl über dem Grid. Er muss aktiv werden damit er zählt. In der Praxis heißt das: Man braucht Cougar und Orc zum Aufbauen und den Gorilla zum Kassieren. Fehlt einer der drei, passiert wenig.
Das Zusammenspiel der drei Charaktere erzeugt eine Spannung die ich bei keinem anderen Hacksaw-Slot so erlebt habe, nur Life and Death kommt mit seinem Vier-Reiter-System in die Nähe. In den Freispielen schaut man auf die Multiplikator-Leiste und rechnet mit. Der Cougar bringt den Global auf 15x. Dann landet der Orc mit 4x, plötzlich steht man bei 60x. Jetzt braucht man nur noch den Gorilla.
Und genau hier scheitern die meisten Trigger: Der Gorilla taucht in den letzten Spins nicht auf. In drei meiner acht Trigger blieb der Gorilla komplett aus. Der Multiplikator stand bei 45x, 92x und 18x, und verfiel am Ende der Runde wertlos. Ein hoher Multiplikator ohne Gorilla-Aktivierung bringt genau null.
Was mich in meinen Sessions überrascht hat: Der Cougar erscheint deutlich häufiger als der Orc. In meinen acht Bonusrunden mit insgesamt 28 Freispielen sah ich den Cougar 19 Mal, den Orc 7 Mal und den Gorilla 9 Mal. Das ergibt einen Cougar in 68% der Spins, einen Orc in 25% und einen Gorilla in 32%.
Die Verteilung ist logisch, der Cougar als Basis-Füller muss häufiger kommen, der Orc als Hebel seltener. Kritisch wird es wenn Orc und Gorilla im selben Spin fehlen. Das passiert in gut der Hälfte aller Freispiele und erzeugt die frustrierenden Leerläufe in denen der Cougar zwar den Multiplikator füttert, aber niemand da ist der damit etwas anfängt.
3 Scatter geben 3 Freispiele mit 1x Start-Multiplikator. 4 Scatter geben 4 Spins mit 5x Start. 5 Scatter bringen 5 Spins mit 10x Start. Die Staffelung ist aggressiv. Jeder zusätzliche Scatter erhöht nicht nur die Spinanzahl sondern auch den Startwert des Multiplikators.
Mein 3.200x-Hit kam aus einem 3-Scatter-Trigger. Startmultiplikator 1x. Spin 1: Cougar mit 12x, neuer Global bei 13x. Spin 2: Orc mit 8x, neuer Global bei 104x. Cougar mit 25x dazu, Global bei 129x. Spin 3: Gorilla aktiviert, Line-Gewinn bei 11,4x. Gorilla wendet 280x an, dazwischen hatte noch ein Cougar mit 151x nachgelegt. Ergebnis: 3.192x gerundet auf 3.200x.
Das war mein bester Trigger in acht Bonus-Runden. Die anderen sieben: 18x, 35x, 4x, 128x, 12x, 220x, 8x. Die Streuung ist brutal. Vier der acht Trigger brachten unter 20x. Zwei über 100x. Wer Outlaws Inc spielt, muss damit leben dass die Mehrheit der Bonus-Runden enttäuscht. Der Median meiner acht Trigger liegt bei 26,5x. Der Durchschnitt bei 453x, komplett verzerrt durch den einen 3.200x-Ausreißer. Das illustriert die mathematische Realität hinter dem Slot besser als jede Volatilitäts-Einstufung.
Was die wenigen Freispiele interessant macht: Jeder einzelne Spin hat eine andere emotionale Gewichtung. In einem Slot mit 20 Freispielen ist Spin 3 nebensächlich. Hier kann Spin 3 von 3 der letzte sein. Wenn in Spin 2 der Orc den Multiplikator auf 100x geschoben hat und in Spin 3 der Gorilla erscheint, ist dieser eine Spin der gesamte Bonus.
Kein Aufwärmen, kein Anlauf. Direkt alles oder nichts. Diese Verdichtung der Action auf drei bis fünf Spins erzeugt eine Intensität, ähnlich wie bei Break Bones die bei längeren Bonusrunden verloren geht. Hacksaw hat verstanden dass Spannung nicht proportional zur Anzahl der Freispiele steigt.
| Feature Buy | Preis | Was du bekommst | RTP |
|---|---|---|---|
| 3 Stars | 100x | 3 Freispiele mit 1x Start-Multiplikator | 96.33% |
| 4 Stars | 200x | 4 Freispiele mit 5x Start-Multiplikator | 96.34% |
| 5 Stars | 300x | 5 Freispiele mit 10x Start-Multiplikator | 96.34% |
Drei Buy-Stufen die sich deutlich unterscheiden. Der 100x-Buy gibt 3 Freispiele mit 1x Start, identisch zum natürlichen 3-Scatter-Trigger. Der 200x-Buy startet bei 5x, der 300x-Buy bei 10x. Die höheren Start-Multiplikatoren reduzieren die Varianz nicht wirklich, sie verschieben nur das Potenzial nach oben.
Meine Erfahrung mit den Buys: Drei 100x-Käufe bei 0,40€ brachten 8x, 42x und 355x. Drei 200x-Käufe: 65x, 18x, 480x. Die Zahlen zeigen das Muster: Zwei von drei Käufen floppen, einer rettet den Schnitt. Das ist kein Slot für systematische Bonus-Käufer. Es ist ein Slot für die eine Session in der man bereit ist zu verlieren.
Der 300x-Buy für fünf Freispiele mit 10x Start-Multiplikator ist die aggressivste Option. Ich habe ihn einmal getestet: 125x Return. Der 10x Startmultiplikator klingt nach Vorteil, relativiert sich aber schnell.
Im 100x-Buy kann ein einzelner Orc-Hit den Multiplikator von 1x auf 20x treiben. Im 300x-Buy kann derselbe Orc den 10x auf 200x bringen, der Unterschied ist multiplikativ, nicht additiv. Trotzdem rechtfertigt das in meinen Augen nicht den dreifachen Preis.
Das Biker-Gang-Theme mit antropomorphen Tieren funktioniert überraschend gut. Der Cougar in Lederjacke, der Orc mit Totenschädel-Bandana, der Gorilla mit Zigarrenstummel. Die Animationen sind für Hacksaw-Verhältnisse aufwendig. Ähnlich aufwendig animiert ist Bounty Hunter. Jeder Charakter hat eine eigene Aktivierungssequenz die den Multiplikator-Aufbau visuell begleitet.
Die Musik ist Rock-lastig. Gitarrenriffs bei Gewinnen, ein bassgetriebener Loop im Basegame. Passt zum Theme, nervt aber nach 200 Spins. Ich habe den Sound ab Spin 150 auf stumm gestellt. Das Visuelle trägt den Slot allein, die Multiplikator-Leiste über dem Grid erzeugt genug Spannung.
Die Paytable verdient einen genaueren Blick. Fünf reguläre Tier-Symbole und vier Kartenwerte bilden die Basis. Das höchste reguläre Symbol zahlt 12,5x für fünf auf einer Linie, das niedrigste Kartensymbol magere 1,5x. Zwischen diesen beiden Extremen liegen vier Stufen die sich in 2x-Schritten staffeln.
Diese flache Paytable erklärt warum das Basegame so wenig trägt, selbst Full Lines mit den besseren Symbolen generieren keine Hits über 15x. Hacksaw hat bewusst die Basisgewinne niedrig gehalten um den Global Multiplier zum einzigen relevanten Gewinnweg zu machen. Ohne Feature-Symbole auf dem Grid ist jeder Spin nur ein Platzhalter bis zum nächsten Trigger.

Hohe Volatilität. Das Basegame zahlt sporadisch. Über 300 Spins bei 0,40€ fiel meine Balance zweimal unter 40% des Startguthabens. Der erste Recovery kam durch einen natürlichen Trigger bei Spin 180. Ohne diesen wäre die Session nach 200 Spins vorbei gewesen.
Die 26 Paylines sind für ein 5x4 Grid großzügig. Trotzdem fühlt sich das Basegame dünn an. Die regulären Symbolgewinne sind niedrig, mein höchster reiner Basegame-Gewinn ohne Feature-Beteiligung lag bei 12x für eine Full Line mit dem höchsten regulären Symbol. Die meisten Basegame-Hits bewegen sich zwischen 1x und 5x. Das reicht nicht um die Balance zu halten. Über 300 Spins verlor ich im reinen Basegame (ohne Bonus-Gewinne) etwa 65% meines Einsatzes.
Der Slot lebt komplett von den Bonus-Runden und dem Global Multiplier. Zwischen den Triggern ist Geduld gefragt. In meiner längsten Durststrecke vergingen 82 Spins ohne Bonus. Bei 0,40€ pro Spin sind das 32,80€ reiner Verlust bevor überhaupt die Chance auf Recovery kommt. Diese Realität muss man akzeptieren wenn man Outlaws Inc spielt.
Ein Detail das bei der Bankroll-Planung oft übersehen wird: Die Cougar-, Orc- und Gorilla-Symbole erscheinen gelegentlich auch im Basegame. In meinen 300 Spins hatte ich 11 Basegame-Spins mit mindestens einem der drei Feature-Symbole.
Dreimal landete der Cougar allein und addierte seinen Wert auf den Global Multiplier der dann aber mit dem nächsten Spin auf 0 zurückfiel. Kein Gorilla, kein Auszahlungs-Moment. Trotzdem zeigen diese Basegame-Auftritte dass der Slot auch außerhalb der Freispiele seine Kernmechanik anteasert.
Mindestens 300x Startguthaben. Wer Buys plant, 500x. Der 300x-Buy frisst bei einem Fehlschlag fast das gesamte Budget eines durchschnittlichen Spielers. Ich würde den 100x-Buy als Standard empfehlen und den 300x nur mit dediziertem Bonus-Budget. Eine alternative Strategie: Drei bis vier 100x-Buys statt eines einzigen 300x-Buys. Mehr Versuche, niedrigeres Startpotenzial pro Trigger, aber statistisch bessere Chancen auf mindestens einen guten Hit.
7,0 von 10 für Outlaws Inc. Der dreistufige Global Multiplier ist eine elegante Mechanik. Cougar füllt, Orc potenziert, Gorilla kassiert. Drei Rollen, drei Tiere, ein System das in seinen besten Momenten vierstellige Multiplikatoren produziert. Die wenigen Freispiele sind kein Bug sondern Feature, sie konzentrieren die Action auf wenige hochintensive Spins.
Das Basegame ist die Schwäche. Zwischen den Triggern passiert wenig. Die Symbolgewinne tragen nicht, die Balance erodiert stetig. Wer Slayers Inc als Hacksaw-Alternative kennt, wird dort das bessere Basegame-Erlebnis finden. Aber wer einen Slot sucht der in drei Spins von 1x auf 3.000x explodieren kann, findet bei Outlaws Inc genau das. Der Oktober 2023 Release hat sich als Dauerbrenner im Hacksaw-Portfolio etabliert, zu Recht, denn die dreistufige Multiplikator-Mechanik gibt es in dieser Form nirgendwo sonst.