300 Spins lang habe ich im Basisspiel von Fireborn fast nur Staub gewischt. Tote Drehung folgt auf tote Drehung, der Bildschirm bleibt leer, und irgendwann greift man schon zur Maus, um das Ding wegzuklicken.
7.0 / 10Backseat Gaming · Okt 2023Und genau dann, wenn ich aufgeben will, plumpst aus dem Nichts ein roter Drache auf die Walze. Er verwandelt sie in einen Wild mit 100x-Multiplikator. Dieses Gefühl — viel Leerlauf, dann ein kurzer Aha-Moment — fasst diesen Slot von Backseat Gaming ziemlich gut zusammen. Der RTP liegt bei 96,18%, der Max Win bei brutalen 15.000x, die Volatilität ist extrem. Mein Urteil vorweg: ein Slot mit zwei Gesichtern, der erst in den Freispielen aufdreht.
Das Basisspiel ist ehrlich gesagt mies. 19 Paylines auf einem 5x5-Grid, dazu vier Drachen, die mal die Walzen fluten und mal komplett abtauchen. Wer hier auf Action im Sekundentakt hofft, ist falsch. Die Bankroll frisst das Ding gnadenlos, wenn man stur ohne Plan draufhält.
Aber sobald die Scatter den Bonus zünden, kippt die Stimmung. Wilds bleiben kleben, Multiplikatoren stapeln sich, und der grüne und goldene Drache machen genau das, wofür man gekommen ist. Aus dem zähen Wartesaal wird plötzlich das Spiel, das einem auf der Verpackung versprochen wurde — nur eben mit Verspätung.
Ich habe Fireborn deshalb direkt gegen zwei Kandidaten ins Rennen geschickt, die ich vorher getestet habe: Gates of Olympus liefert deutlich mehr Tempo im Basisspiel, dafür weniger inszenierte Bonus-Eskalation. Und Wanted Dead or a Wild teilt diese gleiche DNA — zähes Grundspiel, krasse Freispiele. Die Frage, die ich in diesem Review beantworte: Lohnt sich der lange, langweilige Anlauf wirklich für die heißen 14 Drehungen am Ende? Und ist der 200x-Bonus-Buy die elegante Abkürzung oder nur ein teures Versprechen? Nach 300 Spins weiß ich, welcher Drache der Star ist — und welcher reine Deko bleibt.
Backseat Gaming hat mit dem Hacksaw-Ökosystem eine Plattform die anderen Sub-Labels fehlt. Fireborn war einer der frühen Titel des Studios und zeigt bereits die DNA die sich durch spätere Releases wie Blaze Buddies und Diamond Mole zieht: Tierische Protagonisten mit Multiplikator-Mechanik. 300 Runden bei 0,40 Euro durchgezogen, gestartet mit 120 Euro und am Ende bei 78 Euro gelandet. Kein Desaster, aber auch kein Highlight.
Das 5x5 Grid mit 19 Paylines wirkt auf den ersten Blick ungewöhnlich. Die meisten Hacksaw-Slots wie Stormborn setzen auf 5x4 oder Cluster-Mechaniken. Die zusätzliche Reihe gibt den Drachen mehr Platz zum Entfalten, besonders dem roten Expanding Wild der eine ganze Walze füllt. Das erklärt, warum sich Fireborn anders anfühlt als der Rest des Studios. 25 Prozent mehr Fläche pro Expanding Wild bedeuten, dass ein einzelner Drache spürbar mehr Grid umkrempelt.
Rot ist der wichtigste Drache. Wenn er auf dem Grid landet, verwandelt er seine komplette Walze in ein Expanding Wild. Dazu trägt er einen Multiplikator zwischen 2x und 100x. Im Basegame lag mein Durchschnitt bei 3x bis 6x. Über 10x habe ich im Basegame genau einmal gesehen: 14x auf Walze 3, kombiniert mit einer vollen Gewinnlinie aus Premium-Symbolen. 47x Auszahlung aus einem einzigen Spin.
Der rote Drache macht etwa 80% des Gewinnpotenzials im Basegame aus. Brutal dominant. Ohne ihn produziert das Grid kleine Gewinne zwischen 0,5x und 3x. Mit ihm können einzelne Spins dreistellige Multiplikatoren erreichen. Das ist die klassische Expanding-Wild-Formel die auch bei Spear of Athena funktioniert, hier aber durch den Multiplikator eine zusätzliche Dimension bekommt.
Die Erscheinungsrate des roten Drachen liegt nach meiner Zählung bei etwa einem Auftritt alle 12-15 Runden. In 300 Runden habe ich 23 rote Drachen gezählt. Von diesen 23 Erscheinungen hatten sechs einen Multiplikator über 6x und nur eine den bereits erwähnten 14x-Wert.
Das bedeutet: In 17 von 23 Fällen lieferte er brauchbare aber keine spektakulären Ergebnisse. Die seltenen hohen Multiplikatoren sind der Grund warum die meisten Sessions leicht im Minus enden. Du wartest auf den einen Spin wo er mit 20x+ erscheint, und der kommt seltener als die Trigger-Frequenz vermuten lässt.
Die Verteilung ist klar auf den unteren Bereich gewichtet: 3x und 4x kamen zusammen 14 Mal vor. Das spiegelt sich im Spielgefühl wider. Er liefert regelmäßig, aber die wirklich profitablen Hits mit hohem Multiplikator sind selten.

Der blaue Drache verwandelt Symbole in einer Richtung zu Wilds. Horizontal, vertikal oder diagonal, zufällig bestimmt. Im Basegame taucht er etwa alle 15-20 Spins auf — eine der Standard-Mechaniken die hier ungewöhnlich kreativ eingesetzt wird. Seine Wirkung hängt komplett von der Position ab. Ein blauer Drache der drei Symbole horizontal verwandelt ist gut. Einer der ein einzelnes Symbol diagonal in eine leere Ecke dreht ist wertlos.
Von meinen 18 blauen Drachen im Basegame haben acht einen messbaren Einfluss auf die Auszahlung gehabt. Die anderen zehn: irrelevant. Mies. Zu wenige umgewandelte Symbole oder an der falschen Stelle.
Grün und Gold sind den Freispielen vorbehalten. Der grüne Drache addiert Multiplikatoren zu allen sichtbaren Wilds auf dem Grid. Der goldene verdoppelt vorhandene Multiplikatoren. In der Theorie die perfekte Kombination: Rot legt ein Expanding Wild mit 10x, Grün addiert 5x drauf, Gold verdoppelt auf 30x. In der Praxis habe ich diese Dreierkombination in meinen sechs Bonus-Runden nie erlebt. Meistens landen ein bis zwei Drachen pro Spin.
Der grüne Drache addiert typischerweise zwischen 2x und 15x zu vorhandenen Wilds. In meinem besten Freispiel-Run hat Grün dreimal hintereinander getroffen und insgesamt 22x auf ein bestehendes 8x-Wild addiert. Ergebnis: 30x auf einer Walze.
Gold hat diesen Wert leider nicht mehr verdoppelt. Er kam nur einmal vor und traf ein Wild mit 4x. 8x statt potenzieller 60x. Krass wie weit Theorie und Praxis hier auseinander liegen.
Drei Scatter triggern die Free Spins. Kein Pick-System wie bei Blaze Buddies, keine unterschiedlichen Modi. Einfach Freispiele mit allen vier Drachen aktiv. Die Stärke liegt in der Frequenz: In meinen Tests erschien mindestens ein Drache in 70% der Freispiel-Spins. Der rote Drache allein reicht für ordentliche Gewinne. Kommt der goldene dazu, explodieren die Multiplikatoren.
Mein bester Bonus bei 0,40 Euro: Drei rote Drachen in fünf Spins, einmal davon mit Gold-Unterstützung. Der Gold-Drache hat einen 8x-Multiplikator auf 16x verdoppelt. Endresultat: 213x. Mein schlechtester: Kein einziger roter Drache in den ersten vier Spins, dann zwei blaue ohne nennenswerten Effekt. 8x Auszahlung. Die Varianz zwischen bestem und schlechtestem Bonus war dabei extremer als bei den meisten Slots die ich getestet habe.
Was die Freispiele auszeichnet ist die Unberechenbarkeit. Ohne Pick-System oder verschiedene Modi hängt alles davon ab welche Drachen wann und wo landen. In einem Bonus hatte ich in Spin 2 einen roten Drachen mit 22x auf Walze 4, direkt gefolgt von einem goldenen der auf 44x verdoppelt hat.
Zwei Premium-Symbole links vom Wild, drei rechts. 44x auf eine volle fünfer Linie. Allein dieser eine Spin hat 378x produziert und den gesamten Run auf 412x gehoben. Die restlichen acht Freispiele brachten zusammen 34x. So extrem kann die Verteilung innerhalb eines einzigen Bonus sein.
| Feature Buy | Preis | Was du bekommst | RTP |
|---|---|---|---|
| BonusHunt FeatureSpins | 3x | 5-fach erhöhte Trigger-Chance | 96,18% |
| Free Spins | 200x | Direkte Freispiele mit allen 4 Drachen | 96,30% |
Zwei Optionen: BonusHunt FeatureSpins für 3x mit fünffach erhöhter Trigger-Chance und der direkte Free-Spins-Kauf für 200x. Der Buy-RTP steigt auf 96,30%. Marginal über dem Basegame. Der 200x-Preis ist für einen 15.000x-Slot angemessen. Bei meinem einzigen Kauf endete der Bonus bei 74x. Unter Kaufpreis, aber kein Totalausfall.
Verglichen mit dem Bonus-Buy-System von Blaze Buddies das vier Stufen von 2x bis 200x bietet, ist die Auswahl spartanisch. Zwei Optionen, kein Mittelbau. Entweder du grindest mit dem 3x BonusHunt oder du springst direkt auf 200x. Ein Feature-Spins-Level zwischen 30x und 80x hätte dem Slot gut getan. Man merkt dem Buy-Menü das Alter des Designs an, Oktober 2023, Punkt.
Verschneite Fantasy-Berglandschaft. Vier knuddelige Drachen die am oberen Bildschirmrand sitzen und bei Aktivierung aufs Grid fliegen. Die Animationen sind sauber, besonders beim Expanding Wild des roten Drachen. Der Soundtrack ist dezent. Fantasy-Klänge die nicht nerven aber auch nicht hängenbleiben.
Visuell erinnert der Slot an klassische Drachen-Fantasy. Kein düsterer Horror wie bei Dark Spiral, kein Punk-Attitude wie bei Gronks Gems. Sauber, freundlich, familientauglich. Das passt zum Spielgefühl: kein Slot der dich erschreckt, sondern einer der dich mit niedlichen Drachen bei Laune hält.
Die vier Drachen am oberen Bildschirmrand reagieren auf das Spielgeschehen, bei einem Gewinn feuern sie kleine Flammen ab, bei einer Durststrecke dösen sie ein. Nettes Detail das dem Slot Persönlichkeit gibt.
Hohe Volatilität bei 19 Paylines auf 5x5. Die Hit Frequency liegt bei geschätzten 30-35%. Das Basegame ist ohne roten Drachen mager. Viele Spins unter 1x. Trigger-Rate für Freispiele: In meinen 300 Spins kamen sechs Boni, also alle 50 Spins. Das ist überdurchschnittlich und hat meine Session gerettet. Der statistische Durchschnitt dürfte eher bei 80-100 Spins liegen.
Ich empfehle 100 Euro Bankroll bei 0,40 Euro Einsatz für eine 250-Spin-Session. Fireborn frisst im Basegame langsam und gibt in den Boni mal viel, mal wenig zurück. Die 15.000x sind theoretisch erreichbar, aber nur mit perfekter Drachen-Kombination in den Freispielen. Realistisch sind die meisten Boni im Bereich 20x bis 100x.
Mein Bankroll-Verlauf über 300 Spins zeigt die typische Kurve. Zuerst ein langsames Absinken von 120 Euro auf 88 Euro in den ersten 80 Spins, dann ein 213x-Bonus, der die Balance auf 173 Euro hebt. Danach wieder langsames Absinken über 120 Spins auf 97 Euro, gefolgt von einem mageren 8x-Bonus und einem ordentlichen 74x-Bonus kurz hintereinander. Endstand: 78 Euro.
Die Verlustrate im Basegame liegt bei ungefähr 0,35 Euro pro Spin bei diesem Einsatz. Die Drachen-Features kompensieren das teilweise, aber über eine lange Session schlägt die Mathematik zu. Ohne den einen 213x-Ausreißer wäre ich bei unter 40 Euro gelandet, also tief im Minus. Das ist die Realität dieses Slot-Typs: Du brauchst einen großen Bonus der die trocken gespielte Bankroll rettet. Kommen die Drachen nicht, frisst das Basegame langsam aber sicher alles auf.
Er ist ein solider Slot ohne Ausreißer nach oben oder unten. Die vier-Drachen-Mechanik klingt auf dem Papier aufregender als sie sich in der Praxis anfühlt. Rot macht die Arbeit, die anderen drei sind nettes Beiwerk. In den Freispielen funktioniert das Zusammenspiel besser, aber die Varianz zwischen den Boni ist enorm.
Der 7,0-Score ist fair. Er macht nichts falsch, überrascht aber auch nicht. Wer einen unkomplizierten Drachen-Slot mit solidem Max Win sucht, ist hier richtig. Wer die Weiterentwicklung der Formel sehen will, sollte sich Blaze Buddies anschauen. Dort hat Backseat Gaming die Drachen-Mechanik verfeinert und die Pick-Komponente hinzugefügt die der Slot fehlt.